Dienstag, 23. Juni 2009

Durch die lila-braune Brille

Um als ostdeutsches Thema in den Redaktionen von Hamburg, Frankfurt oder München wahrgenommen zu werden, brauch es nicht viel: eine Personal-Interest-Story, die sich gewaschen hat oder ein schönes Links-Rechts-Radikalismus Thema. Gut, fast alles andere fällt durch das Aufmerksamkeitsnetz, aber so kann man ja auch ein "anschauliches Bild" von den neuen Bundesländern verbreiten.

Ein schönes Beispiel ist diese Nicht-Nachricht bei SPON: "Peinliche Panne - Dynamo Dresden schickt NPD Sponsorenschreiben". Okay, beim Lesen des Beitrags stellt sich raus, dass erstens weder Dynamo Dresden sondern eine externe Firma die Nachricht geschrieben hat. Dass zweitens auch nicht die NPD der Empfänger war, sondern ein der NPD-naher Verlag. Und dass drittens Dynamo sich schon 2004 von allen rechten Gruppierungen losgesagt hatte.

Aber was soll man machen? Da hatte der Redakteur zu einem netten Ossi-Rechtsradikalismus-Thema schon so viel recherchiert und jetzt stellt sich raus, dass der Skandal keiner ist: Die Überschrift passt ja trotzdem nett ins westdeutsche Weltbild und zack - online beim Spiegel zu lesen!

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Zuletzt aktualisiert: 9. Aug, 21:32

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