Freitag, 5. Juni 2009

Ab durch die Mitte

Der erste echte Deutschlandbesuch führte den US-Präsidenten direkt nach Mitteldeutschland. Ein großartiges Friedenssymbol für Deutschland.

Vom Besuch des wunderbar wiederaufgebauten Kriegsopfers Dresden bis zur Besichtigung des Horrorlagers Buchenwalds spannt der Präsidentenbesuch einen historischen Bogen von Sühne bis Vergebung. Schöner Nebeneffekt: Bei den Wahnsinns-Bildern aus der Frauenkirche dürfen sich die Dresdner sicherlich bald auf mehr Besucher aus den Staaten freuen. Und wenn sie schon mal da sind, wird sich sicherlich noch Zeit für ein Abstecher an die Kulturstätten in Weimar und Erfurt finden.

Die DDR-gebeutelten Bundesländer Thüringen und Sachsen profitieren als erste von Obama - der US-Präsident erweist sich auch touristisch als ein wahrhaft gerechter Staatsmann.
DeDe - 8. Jun, 00:29

So sehr ich Dresden für eine kulturell reiche und wirklich schöne Stadt halte: Was die Leute - ästhetisch betrachtet - an dieser Frauenkirche finden, werde ich nie verstehen.

Löwenherz - 9. Jun, 15:10

Ganz abgesehen von diversen bautechnischen und sakralen Superlativen - die Frauenkirche ist zugleich monumentales Symbol für Schuld und Vergebung der Weltkriegszeit und für das Zusammenwachsen Ost- und Westdeutschlands.

Trotz dieser historischen Bürde wirkt sie in ihrem evangelischen Barock-Baustil nicht protzerisch, sondern eher zierlich und verspielt. Kirchen dieser Art gibt es nicht viele auf der Welt; in Deutschland höchstens noch die Ludwigskirche in Saarbrücken - aber in deutlich pittoreskeren Format!
DeDe - 9. Jun, 18:59

Zu all dem kann ich mehr oder minder Nicken, nur: Ich finde das Ding innen nicht pott- aber doch noch ausreichend hässlich, mindestens jedenfalls ästhetisch gewöhnungsbedürftig.

Oh, und was ist ein "sakraler Superlativ"? Auch mit ein paar Minuten Grübeln lässt das den Lüneburger Heiden in mir ratlos zurück.
Löwenherz - 12. Jun, 21:04

Die innere Gestaltung ist natürlich Barock pur. Kann man mögen, muss man nicht lieben. Allerdings ist der Protzprunk in weit verträglicheren Maße vorhanden, weil die "Gute" ja evangelisch ist.

Und zu den sakralen Superlativen - das habe ich natürlich in Verbindung mit baulich gemeint. Schließlich gibt es kaum evangelische (!) Barockkirchen dieser Schönheit in der Welt!! Dafür waren und sind Luthers Nachfolger ja viel zu sparsam bzw. pleite!

Der Löwenkönig

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Zuletzt aktualisiert: 9. Aug, 21:32

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